Ein Blick über den Tellerrand: Modern Arnis meets Kyusho Jitsu

Am Samstag ging’s in Darmstadt über den Tellerrand – und das im wahrsten Sinne des Wortes! Unsere ehemalige Trainerin Bea (mittlerweile in Lüneburg zu Hause) und unser langjähriger Bekannte Mike Palmer hatten zu einem spannenden Crossover-Lehrgang eingeladen: Modern Arnis trifft auf Kyusho Jitsu. Wer hätte gedacht, dass philippinische Stockkampfkunst und japanische Nervenpunkt-Techniken so gut harmonieren?

Auf den ersten Blick könnten die beiden Stile kaum unterschiedlicher sein: Hier die fließenden, dynamischen Bewegungen des Modern Arnis mit seinen Stöcken und der Philosophie „Alles ist Waffe“ – dort die präzisen, fast chirurgischen Techniken des Kyusho Jitsu, die Nervenpunkte gezielt nutzen. Doch schon nach den ersten Übungen wurde klar: Die Gemeinsamkeiten überwiegen! Ob Hebel, Entwaffnungen oder Konter – plötzlich ergaben sich synergetische Lösungen, die wir direkt ausprobieren konnten. Und das Erstaunen war groß, als sich selbst das Single Sinawali im Kyusho Jitsu wiederfand.

Bea erläutert eine Entwaffnungstechnik des Modern Arnis.

Eine der größten Aha-Momente für mich: Wer die Nervenpunkte kennt, hat plötzlich viel mehr Optionen – sei es, um Techniken effektiver zu machen, Hebel zu verstärken oder neue Angriffsziele zu entdecken. Plötzlich wird aus einer einfachen Abwehr eine ganze Strategie! Zugegebenermaßen: Es ist nicht leicht, dies zu erlernen und in die eigenen Techniken einzubauen. Aber es lohnt sich!

Die genaue Ausführung muss geübt werden.

Sieben Stunden lang – inklusive Pausen – haben wir uns durch ein abwechslungsreiches Programm gearbeitet: Von DAV-Techniken über Kyusho-Jitsu-Grundlagen bis hin zu kreativen Kombinationen war alles dabei. Klar, ein einziger Lehrgang kann nur einen ersten Einblick in die Welt der Nervenpunkte geben. Aber genau das macht den Reiz aus: Man merkt, wie viel es noch zu entdecken gibt – und dass jeder Körper, egal wie trainiert, noch Potenzial hat. Und hey: Am Ende waren wir alle erschöpft… aber glücklich! 😃

Ein paar erschöpfte, aber glückliche Teilnehmer am Ende des langen Lehrgangs.

Fazit: Erschöpft? Ja. Begeistert? Definitiv! Solche Lehrgänge zeigen uns immer wieder: Modern Arnis ist mehr als nur Stockkampf – es ist eine Reise, auf der man ständig Neues entdeckt. Und wer weiß? Vielleicht war das ja erst der erste Blick über den Tellerrand…

Und wer mehr von Mike über Kyusho Jitsu lernen möchte, der besucht die Community und tritt am Besten direkt in Kontakt mit Mike: https://karate-jitsu-community.de/

Erweiterung des Farbspektrums

Einen nicht unerheblichen Teil des ersten Quartals haben wir mit der Vorbereitung auf die Braungurt-Prüfung zugebracht. Wir hatten uns einen Prüfungstermin Ende April bei Meister Siegfried Wittwer in Darmstadt ausgesucht und uns vier Wochen vorher direkt in Darmstadt noch wichtige Tipps zur Vorbereitung abgeholt, die wir dann intensiv in unser Training eingebaut haben.

Und, was sollen wir sagen: Es hat sich gelohnt. Die Prüfung war eine umfangreiche Reise durch das Prüfungsprogramm zum Braungurt mit kleinen Abstechern in die Klassik mit Doppelschwert und anderen Varianten, die wir bisher so noch nicht trainiert hatten, aber zu keinem Zeitpunkt unangenehm. Man mag es kaum sagen, aber die Prüfung hat tatsächlich Spaß gemacht, auch wenn sie richtig anstrengend war.

Zur Erholung unterhielten wir uns am Ende über die vielen Prinzipien des Modern Arnis und was Modern Arnis denn für uns persönlich so bedeutet.

Es war ein erfolgreicher Abend, an dessen Ende wir uns einen neuen Gürtel umbinden durften.

Martin, M Siegfried und Christian

Sommercamp 2027: Wir kommen! 😃

Nachtrag: Ein kurzer Trip zu unseren Freunden in Spaichingen

Ende Januar ergab sich ein kleines Zeitfenster, dass wir Nutzen konnten, um unsere Freunde in Spaichingen zu besuchen.

Christian, Ronja, Michael und Martin nach einem erfolgreichen Trainingstag.

Wir nutzten das Wochenende, um intensiv an dem Prüfungsprogramm zur 1. Klase, dem Braungurt-Programm zu trainieren. Ein besonderer Fokus lag dabei auf den klassischen Techniken, Cinco Teros im largo und corto, Espada y Daga Nummer 1 sowie der zweiten Hebelkette.

Aber natürlich durfte auch Tapi-Tapi nicht fehlen und feilten an unseren Festlegetechniken, die wir in der Prüfung vorführen dürfen. Wir freuen uns schon auf unseren nächsten Besuch in Süddeutschland.

Neugierig auf das Training beim Modern Arnis Mainz? Schaut gerne hier vorbei oder vereinbart ein Probetraining und trainiert für die nächsten zwei Monate mit uns mit.

Ein umwerfendes Erlebnis – Modern Arnis Lehrgang mit Meister Carsten Hemmersbach

Wir hatten es ja mehrfach angekündigt (zum Beispiel hier und hier), gestern war es schließlich so weit: Meister Carsten Hemmersbach kam aus Frechen zu einem Lehrgang mit den Schwerpunkten Würfe, Konter und den Lösungen im Modern Arnis auf dem Boden vorbei.

Doch mal wieder der Reihe nach. Gerüchten zufolge hatte sich dieser Lehrgang schon längere Zeit lang angebahnt, aber ein paar globale Entwicklungen in den Jahren 2019+ hatten die Realisierung etwas erschwert. Im August auf dem Sommerlager kam das Thema dann wieder auf den Tisch und die Planungen für den Lehrgang ließen nicht mehr lange auf sich warten.

Für den Lehrgang konnten wir die Turnhalle einer Grundschule in Mombach gewinnen, die Anzahl der vorhandenen Matten entsprach leider nicht ganz unseren Erwartungen, aber am Ende haben wir das gemacht, was wir im Modern Arnis gelernt haben: Wenn ein Plan nicht funktioniert, dann mach‘ etwas anderes. Und so hart sieht der Hallenboden jetzt auch nicht aus. 🥴

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Das war 2023 – das Jahr 2023 durch die Augen des Modern Arnis Mainz

Was wäre eine Homepage, ohne einen Jahresrückblick? Was trieb uns dieses Jahr denn so rum?

Nach dem wir im letzten Jahr wieder angefangen hatten zu trainieren, dauerte es ein wenig, bis wir unseren Rhythmus und Stabilität wiederfanden. Einige neue Mitglieder starteten mit uns in das neue Jahr und verließen uns wieder, aber unter dem Strich konnten wir in 2023 sieben neue Mitglieder gewinnen und bereits ein neues Mitglied für 2024. Gleichzeitig verließen uns aus diversen Gründen wieder ein paar Menschen, aber die Fluktuation hält sich nun in Grenzen. 🙂

Was gab’s also nun berichtenswertes in diesem Jahr?

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Zwei Arme, drei Stöcke – Ein offener Lehrgang mit Senior Master Ingo Hutschenreuter in Bonlanden

Es war mal wieder längere Zeit etwas ruhiger hier, wir hatten viel zu tun (das gibt es bald Neuigkeiten) und waren aber auch sportlich nicht ganz untätig.

Wir lassen die Zeit seit Juli im Schnelldurchlauf Revue passieren und berichten kurz die wichtigstens Punkte:

Im August fand das DAV Sommerlager 2023 in Karlsruhe statt und wir waren mit zweieinhalb Mainzer Arnisadores vertreten. Einen Bericht und ein paar Bilder zu dem Sommerlager gibt’s auf der Seite des DAV, für unser kleines Mainzer Dojo gibt es die frohe Botschaft zu verkünden, dass Bea eine weitere Sprosse auf dem Leiter des Erfolgs erklommen und sich den 4. Dan im Modern Arnis erkämpft hat. Herzlichen Glückwunsch Bea. 🥳

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Den Gegner programmieren – Ein offener Modern Arnis Lehrgang mit Meister Ingo Hutschenreuter in Velbert

Am 02.07.2023 fand ein Lehrgang mit Meister Ingo Hutschenreuter in Velbert-Langenberg statt.

Und warum ist das jetzt berichtenswert? Immer mit der Ruhe und der Reihe nach. Nach unserem erfolgreichen Lehrgangs- und Prüfungsausflug nach Darmstadt und unserem eigenen kleinen Lehrgang mit Bea in Mainz war unser Wissenshunger noch lange nicht gestillt. Terminlich und inhaltlich passte der Lehrgang bei Ingo Hutschenreuter ganz gut und so zogen insgesamt drei mutige Arnisadores los, um den Horizont zu erweitern.

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Resümee: Offener Lehrgang mit SG Beatrice Reinisch

Es ist Mai und wir veröffentlichen schon wieder etwas auf unserer Homepage? Na klar: wie angekündigt konnten wir Bea zu einem Lehrgang in unserem bescheidenen Dojo begrüßen und uns etwas intensiver mit ein paar Themen befassen. Zu dem hatte Bea neben Herausforderungen auch einen Überraschungsgast im Gepäck, der bereits vor knapp dreieinhalb Jahren unseren Horizont mit Macheten und klassischen Techniken ein Stückchen erweitern konnte.

Nach der Begrüßung der insgesamt neun Anwesenden und dem obligatorischem Aufwärmen – wer hätte gedacht, dass eine Sechs-Schlag-Kombination mit integriertem Handwechsel einerseits so anstrengend und andererseits so erkenntnisreich sein konnte? – stiegen wir ins das Lehrgangsprogramm ein.

Im Single Sinawali beschritten wir nun den Pfad Go with the Force und versuchten uns mit dem richtigen Timing und den Situationen vertraut zu machen, in denen dies zur Anwendung kommen kann. Natürlich in allen möglichen Varianten, sei es von innen, von außen oder mit links oder rechts. In den Partnerübungen ging es dann mit Pool-Nudel-Unterstützung in die Anwendung der erlernten Technik und dem Versuch der Abgrenzung zum Force to Force. Es war sehr verwunderlich, wie schnell doch zwei Stunden vorbeigehen können. ⏱️

Nach einer Pause mit Kuchen (🍰 vielen Dank liebe Sabine 🙂) wurde die Gruppe zweigeteilt.

Die erste Gruppe untersuchte weiter das Single Sinawali, allerdings in der Variante mit zwei normalen Stöcken gegen einen Langstock. Der Hebel, die Wucht, die Reichweite des Langstocks ist nicht zu unterschätzen, besonders, wenn man die Distanz der normalen Stöcke gewohnt ist.

Die Gruppe zwei begab sich auf den Pfad der Selbstverteidigung, getrost dem Motto „Die Person mit dem Stock soll gewinnen!“ und vergnügte sich mit verschiedenen Übungen zur Distanzwahrung, mit Clinchsituationen und Anwendungen eines (improvisierten) Spazierstocks. Gerade in ganz naher Distanz bedarf es doch einiger Übung, einen Stock sinnvoll einzusetzen. 😉

Nach ein paar abschließenden spielerischen Aufgaben beendeten wir den Lehrgang pünktlich um 17:30 Uhr und suchten unseren Weg in ein nahe gelegenes griechisches Restaurant.

Bis zum nächsten Lehrgang! Oder im regulären Training. 🙂🥢

Hatten wir Spaß?

Unser Weg nach Darmstadt-Eberstadt – Modern Arnis Lehrgang mit Datu Dieter Knüttel

Im Mai letzten Jahres erwachten wir voller Elan und Tatendrang aus unserem Pandemie-bedingten Winterschlaf – Ihr erinnert Euch sicherlich. Ein paar Veränderungen standen an, unser alter Trainer Bene konnte das berufliche Engagement und die Freizeit nicht in der von ihm gewünschten Qualität vereinbaren und so übernahm mit Markus ein neues, aber alt bekanntes Gesicht, den Posten des Trainers und die Trainingszeiten verschoben sich auf Dienstag und Donnerstag. Wir sagen: Danke Bene und willkommen Markus! Wie es vielen Vereinen so ging, mussten auch wir mit den Folgen der Pause kämpfen, es war unklar, wer und wie viele Arnisadores sich wieder motiviert einfinden und ob auch neue Interessentinnen und Interessenten auftauchen würden. Menschen kommen und gehen und ein paar bleiben und finden bei uns ein neues sportliches Zuhause.

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Ganz klassisch – unser Lehrgang mit Sebastian Wales

Sebastian Wales besuchte uns am 02.11.2019 in Mainz – mit einer Menge Trainingsmacheten im Gepäck. Die halfen beim Verständnis des Lehrgangsinhaltes enorm, denn uns erwartete eine Zusammenstellung verschiedener Punkte des DAV-Prüfungsprogrammes aus dem Bereich „Klassik“ und deren freie Kombination.

Basti demonstriert Banda y banda
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